3. Lesung 2020: Jüdische Friedhöfe als Zeuge der Geschichte und der Kultur

Referentin:
Elke Nußbaum

Termin: 14.5.2020, 18:30 bis 20 Uhr

Begrabe dein eigenes Leben // in anderer Herzen hinein,
so wirst du, ob auch ein Toter, // ein ewig Lebender sein.

Grabinschrift von Louise Salinger, Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee

Jüdische Friedhöfe – „Häuser des Lebens“ – sind für die Geschichte der Begräbniskultur die wichtigsten Zeugen. Diese „Guten Orte“, diese „Archive aus Stein“ sind Begegnungsstätten, fordern zur Zwiesprache auf, „sollen die Lippen der Schlafenden zum Sprechen bringen. Sie sind „auf Ewigkeit“ angelegt, d.h. bis zur Endzeit. Durch diese Tatsache werden die lange Geschichte des jüdischen Glaubens und eben auch die lange Geschichte der Juden ins Bewusstsein gehoben.

Juden, Judentum, jüdischer Glauben, jüdische Gemeinden sind über Jahrtausende hinweg integraler Bestandteil der Kulturgeschichte auch und gerade in Europa, in Deutschland.

(Religiös-Jüdische Friedhofsvorschriften, Formen, Symbole und Inschriften der Grabmale: Judenfriedhof in Worms „Heiliger Sand“, Friedhof Königstraße in Hamburg-Altona, Totenstadt in Berlin-Weißensee)

Über die Referentin: Elke Nußbaum ist Referentin beim Katholischen Bildungswerk Mettmann, aber auch ehemalige Lehrerin, immer noch bürgerschaftlich Engagierte, ständig Künstlerin. Ihre Lesungen sind immer erstaunlich und regen zum Nachdenken an. In Kooperation mit der Bücherei St. Maria Rosenkranzkönigin ist sie auf Einladung des Literaturkreises schon sehr oft bei ZWAR Wie-So aufgetreten. Ein volles Haus ist meist garantiert.

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