Unsere Fahrt auf dem Plattbodenschiff in den Niederlanden

Walburga berichtet vom Ausflug nach Holland übers Wochende, an dem 18 unserer ZWARler teilnahmen.

Am letzten Wochenende war es soweit: Die von Horst und Sabine organisierte Fahrt auf den Binnengewässern Frieslands und dem Ijsselmeer.

Am Freitag reisten wir in Fahrgemeinschaften an. Nach einem Bummel durch Akkrum trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen beim Chinesen. Bei Regen bezogen wir unsere Kajüten auf dem Klipper De Hoop. So mancher bekam ein mulmiges Gefühl bei der Enge der Unterkünfte.

Das Kapitänspaar Jan und Elfriede Koopmans begrüßte uns herzlich und mit einem heimischen Kräuterschnaps wurde auf eine gute Fahrt angestoßen. Den Abend ließen wir im Regen bei gemütlichem Zusammensitzen ausklingen. Jeder hoffte wohl insgeheim, dass sich das Wetter bitte, bitte ändert.

Samstagmorgen lichteten wir zeitig den Anker, da wir bis 9.05 h die erste Schleuse passiert haben mussten (Eisenbahnstrecke). Ontbijt (Frühstück) und Lunch (Mittagessen) bekamen wir auf dem Schiff. Wir fuhren durch die Kanäle und einige Schleusen Richtung Ijsselmeer. Zu sehen gab es “viel und weites Grün”, Vögel im und am Wasser, grasende Kühe und ab und an “ein Segelschiff, dass durch die Wiesen segelte”. Unsere sportliche Aktivität bestand in: kein Regen – an Deck; Regen – schnell unter Deck. Und wer wollte, konnte den Kapitän auf der Brücke besuchen.

Er machte sich schon einen Spaß daraus, uns über die Kuriositäten der deutschen Sprache aufzuklären: Warum heißen bei uns die geschlossenen Gewässer See, aber die Nord- und Ostsee auch See? Der Holländer hat da eine klare Abgrenzung: Die offenen Gewässer sind die See, also Nordsee, auch “zur See fahren”. Die geschlossenen Gewässer heißen grundsätzlich Meer = Ijsselmeer.

Mittags erreichten wir das Ijsselmeer. Da der Regen aufgehört hatte, konnten wir sogar mit vereinten Kräften zwei Segel setzen und den Motor ausstellen. Die riesigen Windräderparks am Rande des Meeres beeindruckten. Kurz vor Lemmer, wo wir für die Nacht anlegten, mussten wir die Segel wieder einholen.

In Lemmer bummelten wir durch den Ort, an den Stand und die Ladies suchten die Geschäfte auf. Zum Abendessen trafen sich alle im British Pub. Den Abend ließen wir wieder an Bord ausklingen, unterbrochen von einer kuriosen Modenschau.

Der Sonntag lud bei Sonne zum Verweilen an Deck ein. Immer eine frische Brise um uns, fuhren wir auf Kanälen durch wunderschöne Orte. An zwei Schleusen musste für die Durchfahrt eine Zollgebühr (2 Euro) entrichtet werden. Ein Schleusenwärter schwenkte einen Clog an einer Angelrute zum Schiff hinüber und fing so das Geldstück auf.

In Sleat, der kleinsten Stadt Frieslands, konnten wir noch einmal an Land gehen. Dann ging die Fahrt weiter über das Slotermeer und durch die Orte Woudsend, Nijezijl, IJlst und Sneek. Auf dem Sneekermeer setzten wir noch einmal die Segel. Ganz still dahingleitend beobachteten wir das Spiel der Sonne mit den Wolken und die vielen Segelschiffe, die sich mit ihrer strahlend weißen Farbe so wunderschön gegen Land und Himmel absetzten.

Beim Verlassen des Sneekermeeres mussten wir die Segel wieder einholen und schipperten unserem Anlege-/Endpunkt in Akkrum entgegen. Es folgte an Land das letzte Gruppenfoto und ein herzliches Verabschieden. Horst und Sabine blieben noch in Holland, alle anderen fuhren ohne nennenswerte Staus nach Langenfeld zurück. Als Abschluss bekam mein Handy dann den Herzinfarkt, da noch viele Bilder am Abend und dem nächsten Tag verschickt wurden.

Die Fahrt hat allen sehr gut gefallen und auch die Befürchtungen wegen Seekrankheit haben sich nicht bestätigt.

Lieber Horst, liebe Sabine, vielen Dank noch einmal im Namen aller für das tolle Erlebnis!

2 Gedanken zu „Unsere Fahrt auf dem Plattbodenschiff in den Niederlanden

  • 15. September 2019 um 10:37
    Permalink

    Unsere Fahrt war toll 😀
    Wir haben alle viel Spaß gehabt und ich würde gerne nochmal fahren. ⛵️
    LG Rosi

  • 12. September 2019 um 21:43
    Permalink

    Einfach D A N K E…
    Ihr ward aber auch richtig gut..
    Und DANKE für Eure Wertschätzung in Form von
    “SCHIPPER BITTER”….

    Sabine

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